Sachsenbergerstraße, Mülheimer Hafen, Katzenbuckelbrücke, Karl-Theodor-, Windmühlen-, Wallstraße1. November 2017

Etappe Nr. 251, Länge: 4,4 km, Gesamt-Km: 947,3

Nicht so spektakulär wie die letzte Tour ist der Hafenrundgang in Mül­heim trotzdem eine „Reise“ auf die Schäl Sick wert: das Wasser im Becken ist heute teilweise spiegelglatt, knal­liger Lack und Rost in allen Stadien des Ver­falls duplizieren sich vertikal, bis dann ein Vierer ohne Steuermann hin­durchrudert oder der Kormoran Wellen beim Fischen erzeugt.

Die Sonne verschwindet langsam in gelbem Dunst, es sind nur wenig Leute unterwegs – wobei auf den Schiffen auch am Feier­tag geschäftiges Getakel stattfindet –, es ist wunderbar ruhig und die Atmo­sphäre verdichtet sich zu einem gelb-orangenen Spiegel mit bunten und braunen Tupfern, ganz ganz wunderbar!

Wenn ich so lange rumtrödele und 1000 Fotos schieße, dann fällt der Rest der Etappe fast zwingend in die Finsternis, wobei sich der Mond in dem Moment zeigt, als ich die Katzenbuckelbrücke über­quere und ge­gen­über die Sonne am Ver­schwinden dran ist, wie man hier sagt. Die Wallstraße zieht mich an, weil ich in Wolfenbüttel in der gleichen Straße zur Schule ging. Das ist hier quasi Alt­stadt Mülheims, leider total zugeparkt.

Ps.: Ahoi!


Breslauer Platz, Machabäerstraße, Unter Krahnenbäumen, Im Krahnenhof, Dagobert-
straße, Thürmchenswall, Über‘m Regenbogen,
Im Stavenhof, Lübeckerstraße, Weidengasse
27. Oktober 2017

Etappe Nr. 250, Länge: 4,7 km, Gesamt-Km: 942,9

Manchmal habe ich einfach Glück. So wie letztes Jahr mit dem Mond und den Kranichen. Heute wieder, ich folge – übrigens zum Jubiläum (250 Etappen) – meinem Gefühl und nehme mir „zehn Minuten am Rhein, das kann ja nicht schaden“, während ich eigentlich Lücken im Kunibertsviertel fülle. Dabei läuft es nicht reibungslos, weil die Treppe, über die man Unter Krahnenbäumen über die Turiner Straße folgen kann, gesperrt ist. So ändere ich die Route:

Dann folgt besagte spontane Pause am Rhein, ich verpflege mich, schaue mir das Rheinpanorama an, packe meine Sa­chen, steige die Treppe wieder hoch, schließe mein Rad auf, mache noch ein Foto, und BAMM:

Der Regenbogen!

Von jetzt auf gleich erscheint ein dop­pel­ter, fast kompletter Regenbogen vor dunklen Wolken, der volle 15 Minuten anhält. Gegen Ende fängt es ganz leicht an zu regnen, ich wechsle zwischen Han­dy- und Spiegelreflexkamera, um zur Krö­nung den Schwarm Möwen mit den Sittichen (siehe letztes Bild) ablichten zu kön­nen, und versuche die ganze Zeit, nicht an meine Ohren zu denken. WoW!


Eigelstein, Lupus-, Fontane-, Stormstraße, Rosengarten Fort X20. Oktober 2017

Etappe Nr. 249, Länge: 2,9 km, Gesamt-Km: 938,2

Eigelstein & Rosengarten. So könnte ein Roman heißen.

Ach ja, der Eigelstein, wie oft war ich hier in der Mittagspause auf der Suche nach Essbarem. Es gibt noch viele der Läden und Institutionen von vor 20 Jahren, aber einiges ist auch verschwun­den, selbst die Brauerei sieht ver­lassen aus. Warum heißt es Eigelstein?
„An dieser aus der Römerzeit stammenden Straße befanden sich … Friedhöfe, auf deren Grabmälern häufig steinerne Pi­nienzapfen als Symbol der Unsterb­lich­keit angebracht waren: Diese sahen für Kölner aus wie Eicheln, also nannte man sie ‚Eychelsteyne‘.“ [a] Die Kölner wieder.

Und dann noch der Rosengarten, ko­mische Idee, den im Herbst aufzusuchen. Ist aber wirklich schön da, müsster mal hingehen! Ich hatte irgendwo gelesen, dass er nur noch bis Ende Oktober ge­öffnet hat, da ergriff mich die Tor­schlusspanik. Von Rosen ist nicht mehr viel übrig – dafür muss ich noch mal herkommen –, aber die Anlage ist beein­druckend, wie sie in den Baumwipfeln auf dem Fort X thront. Die Sitz­ge­le­genheiten sind toll (siehe Foto #12), und nachdem ich dort längere Zeit gesessen hatte taucht die Sonne – das einzige Mal heute – das Herbstlaub in goldenes Licht.


Venloer Straße14. Oktober 2017

Etappe Nr. 248, Länge: 6,5 km, Gesamt-Km: 935,3

Heute ist es einfach: eine Straße, ein Mann, zwei Füße, zwei Augen.

Serie „Baum & Stein“


Am Alten Ufer, Servas-, Kunibertsgasse, Niederichstraße, Konrad-Adenauer-Ufer, Oppenheim-, Elsa-Brändström-Straße, Niederländer Ufer, Slaby-, Hertha-Kraus-Straße29. September 2017

Etappe Nr. 247, Länge: 6,2 km, Gesamt-Km: 928,8

Die Gegend hinterm Hauptbahnhof ist wirklich spannend, da stehen Häuser rum … zwar viel Protziges, aber eben auch geometrisch sehr schöne Bauten aus Glas und Stahl, da kann man sich in Wieder­holungen und Spiegelungen verlieren: toll! Dann besuche ich meine liebe Ex-Nachbarin aus Kalk, die inzwischen auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Boltensternstraße wohnt. Die Disköösch war zwar zu kurz, aber trotz­dem so lang, dass sich mir die Gelegen­heit ergab, das Gelände auch noch im Dunkeln zu durch­streifen. Schön ruhig und aufgeräumt, auch wenn noch gebaut wird.


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