Buchforst-, Waldecker Straße, Rendsburger Platz, Grün-, Schleiermacher-, Andreae-, Bieger-, Regenten-, Düsseldorfer Straße7. April 2018

Etappe Nr. 259, Länge: 6,6 km, Gesamt-Km: 980,3

Diese Stadt hat einfach die richtige Grö­ße: ein Viertel kann man gut und gerne zu Fuß durchqueren, und mit dem Rad ist der Weg nach Hause selten weiter als 10 km. Mit Rückenwind wie gestern ein Leichtes, auch wenn ich am Rhein entlang den Sonnenuntergang immer im Auge halten wollte. Auf den sechseinhalb Kilometern von Kalk bis Stammheim laufen mir so viele Sehenswürdigkeiten über den Weg, dass ich zwei Galerien hätte füllen können. So habe ich mich auf drei Kirchen und ein paar Pärchen (ähnlicher Art) beschränkt. Ich muss ab jetzt öfter auf die andere Rheinseite, damit ich da auch endlich ein paar Veedel abhaken kann. Kurz davor sind noch die 1000 km: ich freue mich schon darauf diese zu überschreiten!

Übrigens: wer den Newsletter abonniert, bekommt per Mail zum Link auf die neuste Etappe noch etwas extra, heute z.B. ein kurzes Video mit Halsbandsittichen, dazu noch zwei weitere Fotos. Wer also nicht genug bekommt, schreibe einfach eine Mail an news­letter­@ganzköln.de und zack, siehe oben.


Nägeli-, De-Vries-, Correns-, Kuen-, Gustav-Cords-, Josef-Bayer-, Schneider-Clauss-, Cranach-, Werkstatt-, Kesselhausstraße30. März 2018

Etappe Nr. 258, Länge: 6,0 km, Gesamt-Km: 973,7

Frohe Ostern Euch Nasen – ährm – Hasen! Der Wetter­bericht hatte (leider) Recht, seit Ostersamstag regnet es in Köln, ich habe aber an Karfreitag einen wunder­schönen Tag erwischt, vor der großen Du­sche. Derjenige, der das Schild „Die Kirche ist offen“ aufstellt, hat zwar wenig Erfolg damit, ich wurde dennoch hineingelockt. Man kann eine Gegend erst richtig erfassen, wenn man eine Weile dort sitzt, und genau das habe ich in St. Hildegard in der Au getan. Erfreut durch die tierischen Begegnungen auf dem moosigen Grund kurz vorher saß ich in der leeren Kirche und bewunderte die Geometrie und die Lichtgestaltung. Als Wegkirche hat sie damit ihren Zweck mehr als erfüllt.

Danach zog es mich in die Werkstatt­stra­ße, in der naiven Hoffnung auf zu be­sich­tigendes Handwerk, aber nix is, nicht mal Naseplattdrücken. Trotzdem ist die Gegend vor der Eisenbahn zum Fla­nieren gut ge­eig­net, und dabei war ich noch nicht mal richtig in der Li­li­put-Siedlung, die ein autofreies Para­dies sein soll. In der Werk­statt­straße könnte man auch gut auf der Straße tapern, ohne groß behelligt zu werden.

Extra-Hinweis für Fotofreunde: das letz­te der Bild­strecke ist der erste Kandi­dat für mein Foto des Jahres. Ha! Im März!


Balthasar-, Kaspar-, Melchior-, Ewaldi-,
Nikolaus-Groß-, Bernhard-Letterhaus-, Wickrather-, Wevelinghovener Straße, Gladbacher Wall, Lohsepark
24. März 2018

Etappe Nr. 257, Länge: 5,4 km, Gesamt-Km: 967,7

Zum doppelten Jubiläum (sechs Jahre Ganz Köln, und wer hier seit Jahren dabei ist weiß von wem ich noch rede, herzlichen Glückwunsch!) wandele ich auf den Spuren der heiligen drei Könige. Um den Klas­si­ker der Zusammenkunft – die Alte Feu­er­­wache – herum, dann noch über die Krefeler in den Gladbacher Wall mit sei­nem Industrie-Parkhaus-Eisenbahn-Charme, ab­ge­run­det mit letzten Sonnen­strahlen durch den Park, so lob ich mir das. Ab jetzt muss ich über die Ka­nalstraße hin­weg, Nippes steht nun auf der Karte (und die Schäl Sick, wenn es nicht mehr so kalt ist …).


Neusser Wall, Alvensleben-, Aducht-, Blumenthal-, Mevissenstraße9. März 2018

Etappe Nr. 256, Länge: 2,4 km, Gesamt-Km: 962,3

Es gibt mehrere Villenviertel in Köln, aber nur ein Gerichts- und ein Ag­nes­viertel. Der Ortskundige weiß nun, wo ich an diesem nieseligen Freitag un­terwegs bin: nord­östlich des Ebertplatzes gleich links und rechts. Die Straßen­namen zeugen von großen Häusern und weiten Straßen: von Alvensleben (Gene­rä­le I & II), Aducht, Blumen­thal, Mevissen.

Und dann ist da noch mein Lieblingsbild (#10): das ist die Förderschule für emo­tionale und soziale Ent­wick­lung mit dem Leitsatz „Wir lernen und leben mit­ein­ander“. Da kann man bestimmt herrlich aus dem Fenster in diesen Baum schauen. Oder an die Tafel.


Hiroshima-Nagasaki-Park,
Aachener Weiher II
16. Februar 2018

Etappe Nr. 255, Länge: 1,1 km, Gesamt-Km: 959,9

Heute gibt es eine kleine arithmetisch-geo­me­trische Ode an den Aachener Weiher:

 

Zweihundert mal zweihundert,
das ist einfach, das sind vier.
Wovon? Ja von diesen Dings, da: Hektar,

mal einen Meter hoch im Schnitt,
man kann ja fast drin steh’n,

das ist ’ne Menge, und was das erst mal wiegt!
Einmal um die Erde, so viele Kubikmeter sind’s,
son Kasten Wasser: einmaleinmalein Meter (hoch 3),
das ist ’ne Tonne, das wiegt schwer.
Also, wie viel, Herr Ingenieur?

„In 80 Tagen um die Welt,
in 10 Jahren durch Ganz Köln,

mal Ypsilon, den Weiher dann im Sinn,
ich schätze: janz schön vill,
wenn ich nicht spinn’!

Ich leg mich fest,
so ganz konkret, so ungefääähr:

VIER Eifeltürme, das ist schon schwer.
Keine weiteren Fragen? Wie schön,
dann Ihnen noch einen guten – öhm – Tag!“

 

Wer meinem Gedicht nicht folgen mag, schau’z einfach die Bilder an, die wer­den dem Weiher auch gerecht. Sie stammen nicht alle vom Freitag, aber die meis­ten. Es ist ja auch nur eine kleine Huldiung, weil ich ihn so gerne mag, den Weiher, den Aachener!


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